Goldenes Augsburg
Dauer: 6 Tage, Bus Bahn
Leitung: Dr. Michael Rüdiger
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 798,-€; kein EZ-Zuschlag
(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)
„Goldenes Augsburg“ hat man die alte, aus römischen Wurzeln entsprungene Bischofs- und Reichsstadt geheißen und damit die Pracht ihrer Kirchen und Paläste, Brunnen und Plätze im Blick gehabt. Vom Ausgang des Mittelalters bis in die Zeit der Aufklärung gehörte die Stadt für mehr als drei Jahrhunderte zu den Zentren künstlerischen Schaffens in Europa. Eine erste Hochblüte erlebten die Künste um 1500, als Augsburg nicht nur eine boomende Wirtschaftsmetropole mit weltweiten Handelskontakten, sondern auch eine Art Hauptstadt des Reiches war. Kaiser Maximilian I. hielt hier besonders gerne Hof und machte die Stadt zur Bühne glänzender Reichstage. Politisch und wirtschaftlich mächtige Mäzene förderten Künstler und Architekten nach Kräften, allen voran die sagenhaft reichen Fugger. So wurde Augsburg zum Einfallstor der Renaissancekunst italienischer Prägung. Weltberühmte Künstler wie Hans Holbein d. Ä., Hans Burgkmair, Albrecht Dürerund Tizian arbeiteten damals im Dienste von Kaiser und Patriziat. Rund einhundert Jahre nach ihrem ersten Frühling setzte die Augsburger Kunst um 1600 zu neuer Blüte an. Aus dieser Epoche stammen die noch heute das Stadtbild prägenden Bauten des Stadtwerkmeisters Elias Holl sowie die unvergleichlichen Prachtbrunnen der Bildhauer Hubert Gerhart und Adriaen de Vries. Im 18. Jh. schrieb man das letzte Kapitel der ruhmreichen Augsburger Kunstgeschichte. In besonderem Maße hatte daran die 1710 gegründete reichsstädtische Akademie Anteil. Ihre bedeutsame Rolle zeigt eindrucksvoll die herausragende Qualität der hiesigen Kunstproduktion, die den „Augsburger Geschmack“ zum Synonym für das süddeutsche Rokoko werden ließ.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Mo 23.7.
Bahnfahrt Hamburg – Augsburg; Bezug der Unterkunft (Tagungshaus der Diözese Augsburg an St. Ulrich und Afra); Ulrichsviertel mit St. Ulrich und Afra.
Di 24.7.
Ehemalige Dominikanerkirche St. Magdalena (Römisches Museum); Domviertel mit Dom St. Maria und Diözesanmuseum.
Mi 25.7.
Perlachbezirk mit Rathaus, St. Anna und Maximilianmuseum im Hainhoferhaus.
Do 26.7.
Maximilianstraße mit Fuggerhäusern (Damenhof), Schaezlerpalais (Deutsche Barockgalerie) und Katharinenkirche (Staatsgalerie Alte Meister).
Fr 27.7.
Lechviertel mit Kloster Maria Stern und Jakober Vorstadt mit Fuggerei.
Sa 28.7.
Mozarthaus und ehemaliges Jesuitenkolleg (Kleiner Goldener Saal); Bahnfahrt Augsburg – Hamburg.
kunstforum matthäus