Studienfahrt

Apulien

15.03.2013 bis 26.03.2013

Dauer: 12 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Jochen Schröder

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 2.285,-€
EZ-Zuschlag 216,-€
(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)

Kaiser Friedrich II., das Staunen der Welt, Mythos der Stauferzeit: Das chint von püllen, das die Dichter besangen, hat kein Land so geliebt wie eben seine Heimat Apulien. Dutzende von Palastbauten hat er hier errichten lassen, allen voran das legendäre Castel del Monte, aber auch die Burg in Lucera, welche Stadt er für die aus Inselsizilien umgesiedelten Sarrazenen anlegen ließ. In Andria ließ er seine zweite und seine dritte Frau bestatten, in Fiorentino (nördlich von Lucera) starb er.

Zwischen dem Michaelsheiligtum auf dem Monte Gargano, wo für die Normannen die Eroberung Unteritaliens begann, den binnenländischen Hauptorten Troia und Melfi (Friedrichs „Konstitutionen“ von 1231) und dem „Stiefelabsatz“ mit Lecce und dem Kranz der Küstenstädte gibt es noch viel mehr zu entdecken, bis hin zur von Renzo Piano in modernsten Formen erbauten Wallfahrtskirche zum Grab des Heiligen Padre Pio, an deren Ausstattung immer noch gearbeitet wird.

Auf unserer Studienfahrt durch die heutige italienische Provinz Puglia sehen wir die Kastelle Friedrichs II. und die Festungsbauten Karls von Anjou, der mit ihnen nach Vernichtung der Staufer seine Herrschaft absicherte. Die Archäologie hat neben den griechischen Städten auch reiche prähistorische Fundstätten ans Licht gebracht, u.a. die faszinierenden Grabstelen der Daunier, eines Volkes, über das wir außerdem kaum etwas wissen. Vor Barletta verlor ein Schiff mit seiner Ladung auch den Koloss, der dann im 14. Jh. aus dem Meer gefischt wurde: die größte erhaltene Kaiserstatue der Antike. Aus Barletta stammte der jung verstorbene Impressionist Giuseppe de Nittis, dessen Heimatstadt ihm ein sehr beachtliches Museum eingerichtet hat. Die normannischen Dome von Molfetta, Bari, Otranto, Troia u.a. zählen zu den Meisterwerken der romanischen Kunst, zumal der Stil sich hier in der Auseinandersetzung mit dem älteren, byzantinischen Kirchenbau mehrschichtig entwickelt. Viel davon haben erst die Restaurierungen der 50er Jahre hinter der gründlichen Barockisierung hervor ans Licht gezogen. An romanischen Bronzetüren findet man nirgends mehr als gerade hier, wo im Bronzeguss mit Barisanus von Trani ein Meister im Westen erreichte, was bisher nur in Konstantinopel möglich gewesen war. Und der süffige Barock Apuliens („Lecceser Barock“) schuf schließlich die lebhaftesten Stadtbilder in einer großzügigen, von Olivenhainen, welligen Hügeln und den Kalksteinfelsen der Küste geprägten Landschaft.

Bitte beachten Sie, dass bei der Besichtigung archäologischer Stätten Trittsicherheit erforderlich ist!

 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Fr 15.3.
Flug (nach derzeitigem Flugplan ab 6:45 Uhr) Hamburg – Bari (über München); Transferfahrt nach Barletta (3 Nächte in zentrumsnahen 3-Sterne-Hotel an der Küste); je nach Flugzeit erster Stadtrundgang in Barletta.

Sa 16.3.
Barletta mit de Nittis-Museum, Castel del Monte; nachmittags Canosa, Trani.

So 17.3.
Manfredonia (Kastell) und Monte Gargano; Rückfahrt über S. Giovanni Rotondo.

Mo 18.3.
Molfetta, Bisceglie und Cannae; Weiterfahrt nach Foggia (4 Nächte in zentralem 4-Sterne-Hotel).

Di 19.3.
Fahrt ins Binnenland zu den alten Hauptstädten der Normannen: Melfi und Venosa.

Mi 20.3.
Auf Friedrichs Spuren: Lucera und Fiorentino; nachmittags Troia.

Do 21.3.

Foggia mit Dom und Museum; nachmittags individuelles Programm.

Fr 22.3.
Weiterfahrt über Bari (Dom und Nikolaikirche) und Brindisi nach Lecce (3 Nächte in zentrumsnahem 4-Sterne-Hotel).

Sa 23.3.
Lecce mit Dom, Orontiussäule, Amphitheater und San Matteo; Ausflug nach Santa Maria di Cerrate.

So 24.3.
Otranto (Domfußboden!), Dolmen von Scusi, Vaste und Galatina.

Mo 25.3.
Weiterfahrt mit Abstecher über Ostuni ins Trulli-Gebiet und Casamassima nach Bari (1 Nacht in zentrumsnahem 3-Sterne-Hotel).

Di 26.3.
Rückflug Bari – Hamburg (über München).