Studienfahrt

Toulouse und Höhepunkte der Kunst im Languedoc

03.04.2013 bis 09.04.2013

Dauer: 7 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Michael Rüdiger

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.579,-€
EZ-Zuschlag 390,-€

(inkl. Eintritte)

Das Languedoc war im frühen und hohen Mittelalter eine der kulturell führenden Landschaften Europas. Erlebten Dichtung und Musik durch die Kunst der Troubadoure an den okzitanischen Adelshöfen eine unvergleichliche Hochzeit, so entfalteten Architektur und bildende Künste ihre reichsten Blüten im Dienste der Kirche. Eindrucksvoll ist die Dichte und Qualität der erhaltenen Werke, die zum Besten gehören, was die Epoche der Romanik hervorbrachte. St-Sernin in Toulouse ist hier zu nennen, die größte und wohl schönste der Pilgerbasiliken auf dem Weg nach Santiago de Compostela, und natürlich die Abtei von Moissac, deren Kirchenportal und Kreuzgangarkaden zu Recht Weltruhm genießen. Weitere Hauptwerke languedozischer Bildhauerkunst sind im Toulouser Augustinermuseum mit der weltweit größten Sammlung romanischer Skulpturen zu bewundern oder aber in den Klosterkirchen von St-Papoul und St-Hilaire, wo sich Arbeiten des charaktervollen Meisters von Cabestany bewahren konnten. Nach den Albigenserkriegen und dem Anschluss an das französische Königreich im 13. Jh. fasste der gotische Stil im Languedoc Fuß und wurde im Kirchenbau unter Verwendung des Ziegels zu einer Sonderform entwickelt. Zeugnisse dieser regionalen Backsteingotik sind die großen Ordensbauten in Toulouse, darunter die wunderbare Kirche des Dominikanerkonvents Les Jacobins, sowie die wehrhafte Kathedrale von Albi. Gotischer Wehrbau wie aus dem Lehrbuch prägt die Oberstadt von Carcassonne, die ihr perfektes Bild freilich der Rekonstruktion Viollet-le-Ducs im 19. Jh. verdankt.  Ein nicht minder geschlossenes Stadtbild bietet das Bergstädtchen Cordes-sur-Ciel mit seinen prächtigen gotischen Kaufmannspalästen. Auf unseren Exkursionen zu Höhepunkten mittelalterlicher Kunst begegnen wir ferner zwei Großen der jüngeren französischen Kunstgeschichte, Jean-Auguste-Dominique Ingres und Henri de Toulouse-Lautrec, die in ihren Geburtsorten Montauban und Albi mit beachtenswerten Personalmuseen gewürdigt werden.

 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Mi 3.4.
Flug Hamburg – Toulouse (über München); Hotelbezug (zentrales 5-Sterne-Haus); am späten Nachmittag erstes Kennenlernen der Altstadt mit Place du Capitole.

Do 4.4.
Toulouse mit St-Sernin, Musée Saint-Raymond, Dominikanerkirche.

Fr 5.4.
Busfahrt nach Albi (Kathedrale Ste-Cécile; Musée Toulouse-Lautrec) und Cordes-sur-Ciel.

Sa 6.4.
Busfahrt nach Moissac (Abtei St-Pierre) und Montauban (Musée Ingres).

So 7.4.
Toulouse mit Hôtel d’Assézat (Fondation Bemberg) und Augustinermuseum.

Mo 8.4.
Busausflug über St-Papoul (Abtei) und St-Hilaire (Abtei) nach Carcassonne (Cité mit Kathedrale St-Nazaire).

Di 9.4.
Toulouse mit Hôtel de Bernuy, Hôtel de Pierre und Kathedrale St-Étienne; Flug Toulouse – Hamburg (über Frankfurt).