Studienfahrt

Bordeaux, Périgueux und das Tal der Dordogne

31.05.2016 bis 07.06.2016

Dauer: 8 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Andreas Cante

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.798,-€
EZ-Zuschlag 294,-€
(inkl. Eintritte, ÖPNV-Fahrten und Weinverkostungen)

Am Unterlauf der Garonne, über die Gironde mit dem nahen Atlantik verbunden, liegt Bordeaux. Reich geworden durch den Handel mit Wein, den hier schon die Römer mit Erfolg kultivierten, ist die Stadt bis heute unbestrittene Metropole einer Region, die von der Atlantikküste bis zum Zentralmassiv reicht und den klangvollen Namen „Aquitaine“ führt. Von der Bedeutung Bordeaux‘ im Mittelalter, als der Südwesten Frankreichs als Erbe der großen Eleonore von Aqitanien in den Besitz der englischen Krone gelangte, was die französischen Könige endgültig erst 1453 revidieren konnten, zeugen heute vor allem die stolzen Kirchen mit ihren hohen gotischen Türmen. Nicht weniger prägend sind die urbanistischen Großtaten des 18. und 19. Jhs.: die zum Flussufer geöffnete Place de la Bourse, die weiträumige Place des Quinconces mit dem Denkmal der Girondisten und die Place de la Comédie mit dem klassizistischen Grand Théâtre, das lange Zeit als das schönste in Frankreich galt. Und auch heute macht Bordeaux mit architektonischen Projekten von sich reden, darunter die futuristische „Cité des civilisations du vin“, die 2016 eröffnen soll. Von den umgebenden Weinbaugebieten ist das Médoc auf der Halbinsel zwischen Gironde und Atlantik sicherlich das berühmteste, doch auch andere Appellationen wie die Graves im Süden oder um das malerische Saint-Émilion im Dordognetal haben ihre Freunde. Die ungezählten Châteaux auf den Weingütern sind zwar nur in den seltensten Fällen architektonische Meisterwerke, doch finden sich unter ihnen geistesgeschichtliche Stätten ersten Ranges, wie etwa in La Brède, wo Montesquieu im 18. Jh. die theoretischen Grundlagen des modernen Verfassungsstaates und der Gewaltenteilung legte.

Folgt man der Dordogne oder ihren Nebenflüssen Isle und Vézère landeinwärts ins Périgord und Quercy, so stößt man auf einzigartige Zeugnisse aus der Frühgeschichte der Menschheit: altsteinzeitliche Höhlenmalereien, deren berühmteste in Lascaux zwar nicht mehr im Original, wohl aber in einer originalgetreuen Kopie besichtigt werden kann. Von berückender Qualität ist die romanische Bauplastik der Abteikirchen des Dordognetals. Die Relieffigur des Jesaja in Souillac gilt manchen als das schönste Steinbildwerk dieser Stilepoche. Und die Kathedrale von Périgueux mit ihrer Abfolge mächtiger Kuppelgewölbe misst sich mit Bauten in Venedig und Konstantinopel. Eindrücke dieser Art, dazu die landschaftliche Schönheit – von den Flusstälern des Ostens bis zu den Kiefernwäldern und Wanderdünen der Atlantikküste– machen diesen Teil Frankreichs selbst Verächtern des Rebensaftes zum unvergesslichen Erlebnis!

HIERZU SEMINAR AB 13.1./14.1.


PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Di 31.5.
Flug Hamburg – Bordeaux (via Amsterdam); Busfahrt über Saint-Émilion (Besichtigung von Stadt und Felsenkirche) nach Périgueux; Hotelbezug (4 Nächte in zentralem 4-Sterne-Haus).

Mi 1.6.
„Steinzeit-Fahrt“ nach Lascaux (Kopie der ausgemalten Höhle) und Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil (Musée National de la Préhistoire).

Do 2.6.
Périgueux: Musée Vésunna, Kathedrale Saint-Front, Musée d’art et d’archéologie.

Fr 3.6.
Fahrt zu den romanischen Abteikirchen Beaulieu-sur-Dordogne, Carennac und Souillac.

Sa 4.6.
Fahrt über Cadouin (ehem. Zisterzienserkloster), Château de Montbazillac bei Bergerac und Château de La Brède in den Graves nach Bordeaux; Hotelbezug (3 Nächte in zentralem 4-Sterne-Haus).

So 5.6.
Bordeaux: Place de la Bourse, Place des Quinconces, Grand Théâtre (außen), Kathedrale Saint-André, Musée des beaux-arts.

Mo 6.6.
Fahrt durch das Weinbaugebiet Médoc und nach Arcachon am Atlantik.

Di 7.6.
Bordeaux: Programm je nach Flugzeit; voraussichtlich: Église Sainte-Croix, Musée d’Aquitaine; Busfahrt zum Flughafen; Flug Bordeaux – Hamburg (via Amsterdam).

Bordeaux: Pont de Pierre
Foto: Marcus Cante
Bordeaux: Pont de Pierre
Foto: Marcus Cante