Prag
Dauer: 8 Tage, mit Bahn/Bus
Leitung: Dr. Jochen Schröder
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.196,-€
EZ-Zuschlag 119,-€
(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)
Zum 700. Geburtstag ehren sie ausgerechnet in der Reithalle des Wallensteinschen Palais‘ jenen Mann mit einer großen Ausstellung, dem sich die Stadtgestalt der böhmischen Kapitale persönlich verdankt: Kaiser Karl IV., der konsequent vom böhmischen Königtum her handelte und sich so den Spitznamen „Erzstiefvater des Hl. Römischen Reiches“ einfing. Ob dies seine Berechtigung hat, wird in der großen Schau ebenso verdeutlicht wie die grandiose Übernahme der französischen Hofkunst zu Zwecken eigener Repräsentation, die Prag zu einem zweiten Paris hat werden lassen. Neben seiner mittelalterlichen Prägung prunkt die Stadt in einem hinreißenden Barock, der maßgeblich von den aus Bayern eingewanderten Architekten der Familie Dientzenhofer geprägt wurde, während Männer wie Wenzel Rainer, Felix Anton Scheffler und Franz Xaver Palko die Gewölbe ausmalten. Im frühen 20. Jh. entwickelten sich in redseligen Formen der Prager Jugendstil und eine expressionistische Moderne nebeneinander, auch die Architekturen der Sowjetzeit stehen auf hohem Niveau. Die neuesten Bauten sind in der geschichtsträchtigen Stadt eher zurückhaltend platziert, so dass wir das Gefühl haben, fast unmittelbar mit dem Habsburger Rudolf und Wallenstein, Mozart und Beethoven, Kafka, Masaryk und Hašek zu wandeln. Die alte Synthese einer multikulturellen Stadt, in der nicht zuletzt auch Italiener die künstlerische Prägung beeinflussten, wurde schon vor 100 Jahren durch den nationalen Entscheidungszwang zerrüttet, der ganz besonders die jüdischen Familien traf, und ist heute dem Bild einer touristischen Millionenstadt gewichen. Mit Burg Karlstein und Schloss Petschau, wo man 1985 den bei Kriegsende unter der Hauskapelle vergrabenen Maurinusschrein wiederfand, besuchen wir ferner zwei herausragende böhmische Schlossbauten.
HIERZU SEMINAR AB 22.2., VORTRAG AM 8.3./5.4./19.4. UND SEMINAR AB 17.10.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Do 28.7.
Bahnfahrt Hamburg – Prag; Hotelbezug (zentrumsnahes 4-Sterne-Haus); Hradschin und Kleinseite, je nach Uhrzeit mit Besuch der Deutschen Botschaft.
Fr 29.7.
Besichtigung der Altstadt mit Ghetto und Altneusynagoge, Národní galerie im FranziskanerInnenkloster (mittelalterliche Kunst) und Altstädter Ring mit Teynkirche und Palais Kinski.
Sa 30.7.
Národní galerie (Moderne); Neustadt mit Maria Schnee und Emmauskloster.
So 31.7.
Busfahrt zur Burg Karlštejn (Karlstein) und zum Schloss Bečov (Petschau).
Mo 1.8.
Hradschin mit Veitsdom, St. Nikolaus auf der Kleinseite, Karlsbrücke.
Di 2.8.
Wallensteinpalais mit Sonderausstellung: „Karl IV.“; Kleinseitner Geschichten.
Mi 3.8.
Erneut zum Hradschin: Königspalast, St. Georg; Kloster Břevnov.
Do 4.8.
Programm nach Verabredung; Rückfahrt nach Hamburg.
kunstforum matthäus