Berlin. Von Welterbe bis Wohnungsbau
Dauer: 5 Tage, mit Bus
Leitung: Dr. Andreas Cante
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.178,- €
EZ-Zuschlag 220,- €
(inkl. Eintritte)
Berlin unterscheidet sich von anderen europäischen Metropolen durch spätes Emporkommen, rasantes Wachstum im 19. und frühen 20. Jh. sowie eine Sonderrolle in NS-Zeit und Kaltem Krieg. Und obwohl die Stadt kaum je wegen ihrer Schönheit gerühmt wurde, bietet sie Stoff genug für viele Studienfahrten! Wir beginnen unsere Erkundungen im Zentrum der preußischen Residenz, wo uns vor allem die zum UNESCO-Welterbe zählende Museumsinsel anzieht. Diesmal stehen Schinkels Altes Museum mit seiner vom Pantheon inspirierten Rotunde und das Neue Museum, Domizil der Sammlung altägyptischer Kunst mit der berühmten Nofretete-Büste, auf dem Programm. UNESCO-Welterbe sind auch die Schlösser und Gärten in und um Potsdam, darunter der zu Berlin gehörige Glienicker Park. Historisch sehr interessant ist Schloss Schönhausen, wo Friedrichs „des Großen“ wenig geliebte Gattin Elisabeth Christine – und später der erste und letzte Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, residierten. Doch wie und wo lebte die Masse der Bevölkerung? In den viel kritisierten, unter gänzlich veränderten Bedingungen heute so beliebten Mietskasernen des 19. Jhs., etwa am Prenzlauer Berg oder in den zu Großstädten mutierten Dörfern am einstigen Stadtrand, wie Neukölln. UNESCO-prämiert sind mittlerweile ausgewählte Beispiele des Reform-Siedlungsbaues der Weimarer Republik – so die Hufeisensiedlung von Bruno Taut und Martin Wagner in Britz, aber auch die Weiße Stadt in Reinickendorf. Als markantestes Beispiel für den Massenwohnungsbau der 1960er und 70er Jahre darf das Märkische Viertel gelten, eine Trabantenstadt nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“. Wie erstaunlich, dass zur gleichen Zeit Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie entstand – ein zeitloser „Tempel“ aus Stahl und Glas für die Kunst der Moderne!
Wir reisen bequem im Bus, müssen aber doch auch „Pflastertreten“.
HIERZU VORTRAG AM 27.1./3.2./10.2.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Mi 8.4.
Busfahrt Hamburg – Berlin. Hedwigskathedrale, Altes Museum (Antikensammlung), Neues Museum. Hotelbezug (zentrales 4-Sterne-Haus).
Do 9.4.
Prenzlauer Berg: Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee, Kulturbrauerei, Gethsemanekirche. Schloss Schönhausen.
Fr 10.4.
Neukölln: Richardplatz. Britz: Hufeisensiedlung. Tiergarten: Neue Nationalgalerie, Diplomatenviertel.
Sa 11.4.
Schöneberg: Bauten um den Kleistpark. Fahrt durch Steglitz und Zehlendorf zum Wannsee: Liebermann-Villa. Schloss und Park Glienicke.
So 12.4.
Weiße Stadt. Märkisches Viertel. Alt-Lübars. Rückfahrt nach Hamburg.
kunstforum matthäus