Extremadura
Dauer: 8 Tage, mit Flugzeug/Bus
Leitung: Dr. Michael Rüdiger
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 2.459,- €
Zuschlag für DZ zur Alleinbenutzung 495,- €
(inkl. Eintritte und CO2-Kompensationsbeitrag)
Anmeldung bis 9.2.2027
Die Extremadura ist noch immer abseits der großen Touristenströme gelegen, und auch das kunstforum matthäus hat diesen stillen Winkel im Westen Spaniens bislang nie erkundet. Dabei erwartet denjenigen, der diese dünn besiedelte, teils landwirtschaftlich genutzte, weithin aber naturbelassene Landschaft mit ihren ausgedehnten Kork- und Steineichenwäldern bereist, ein reiches Kulturerbe, das sich keineswegs hinter den vielfach bekannteren Sehenswürdigkeiten anderer spanischer Regionen zu verstecken braucht. Seitdem der deutsche Fluxuskünstler Wolf Vostell seine kuriosen Exponate in einem verlassenen Industriegebäude öffentlich zugänglich gemacht hat, und im nahen Cáceres die Sammlung von Helga de Alvear gezeigt wird, ist auch das jüngere und zeitgenössische Kunstschaffen hervorragend vertreten. Unser Standquartier schlagen wir in Trujillo auf, dessen historischer Kern ein selten geschlossenes Ensemble von Bauten aus Mittelalter und früher Neuzeit bildet. Über der auf einem Granitfelsen gelegenen Stadt thront die noch von den Mauren erbaute Burg, während sich um die prachtvolle Plaza Mayor Paläste aus der Renaissancezeit gruppieren. Der einstige Reichtum, der sich in diesem Stadtbild spiegelt, gründete auf den Beutezügen in Südamerika, namentlich der Eroberung des Inkareiches durch Francisco Pizarro, der hier in ärmsten Verhältnissen geboren wurde. Nicht minder eindrucksvoll präsentiert sich Cáceres mit seiner zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt. In ihr haben sich die Spuren verschiedener Epochen bewahrt: von den Römern über die islamische Herrschaft bis zur christlichen Reconquista und der Blütezeit im 15. und 16. Jh. Hinter mächtigen Mauern und Türmen liegen verwinkelte Gassen, drängen sich Adelshäuser mit Wappenportalen und Innenhöfen sowie Kirchen in großer Zahl. Auch Mérida hat Anerkennung durch die UNESCO erfahren. Einstmals die Hauptstadt der römischen Provinz Lusitanien, haben sich hier wie sonst nirgends im Lande die Zeugnisse der Antike erhalten. Im archäologischen Park können die monumentalen Reste eines Amphitheaters und eines typisch antiken Freilufttheaters mit wiedererrichteter Bühnenfassade bestaunt werden. Das benachbarte Nationalmuseum, für das der Stararchitekt Raffael Moneo etliche Auszeichnungen erhielt, ist ein wahres Schatzhaus für die Kunst der Römer in Iberien. Zwei Klöster der Extremadura ragen in ihrer historischen Bedeutung heraus: Das königliche Kloster zu Guadalupe, das wegen der verehrten Schwarzen Madonna eines der religiösen Zentren des Spanischen Weltreiches darstellte, sowie das Kloster San Jerónimo bei Yuste, in das sich Kaiser Karl V. nach seiner Abdankung zurückzog, um dort seine letzten Lebensjahre zu verbringen.
Die Altstädte sind nur zu Fuß zu besichtigen, Treppen und Kopfsteinpflaster erfordern Ausdauer und Trittfestigkeit.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Sa 10.4.
Flug Hamburg – Madrid; Bustransfer nach Trujillo, Hotelbezug (Parador am Rande der Altstadt).
So 11.4.
Trujillo: Altstadtrundgang mit Plaza Mayor, Kirche San Martín, Museum der Entdecker und Burg.
Mo 12.4.
Guadalupe: Königliches Kloster Santa Maria; Naturdenkmal Salto del Gitano im Nationalpark Monfragüe.
Di 13.4.
Cáceres: Altstadtrundgang mit Kathedrale, Museum Caceres und Museum für zeitgenössische Kunst Helga de Alvear.
Mi 14.4.
Mérida: Nationalmuseum für Römische Kunst und Archäologischer Park mit Amphitheater und Römischem Theater.
Do 15.4.
Yuste: Königliches Kloster San Jerónimo.
Fr 16.4.
Malpartida de Cáceres: Vostell-Museum und Naturdenkmal Los Barruecos.
Sa 17.4.
Transfer zum Flughafen Madrid; Rückflug nach Hamburg.
kunstforum matthäus