Heidelberg und Mannheim - mit Besuch der Medici-Ausstellung
Dauer: X Tage
Leitung:
Preis:
Die Medici– kaum ein Name löst bei Kunst- und Geschichtsinteressierten ähnlich schillernde Assoziationen aus. Schon ihr Aufstieg von bürgerlichen Bankiers zu Großherzögen der Toskana und ihre Heiratsverbindungen mit dem französischen Königshaus sind legendär. Als Kunstmäzene hatten sie kaum ihresgleichen. Die Mannheimer Schau verbindet nun erstmals die Ausstellung bedeutender Kunstwerke und kostbarer Roben mit einem Blick hinter die Kulissen der Macht. Präsentiert werden auch Alltagsgegenstände und die Ergebnisse anthropologischer Untersuchungen an den sterblichen Überresten einiger Medici.
Der Ausstellungsort Mannheim bietet uns Gelegenheit, die Residenzen eines kaum weniger wichtigen deutschen Fürstengeschlechts, der Pfälzer Wittelsbacher, in den Blick zu nehmen. Als Kurfürsten des Heiligen römischen Reichs deutscher Nation errichteten sie mit dem Heidelberger Schloss eines der spektakulärsten Bauwerke der Renaissance, verbunden mit der berühmten Gartenanlage des Hortus Palatinus. Nach der Gefährdung ihrer Position im Dreißigjährigen Krieg wurde die Pfalz 1648 zwar restituiert, doch starb die regierende Linie Pfalz-Simmern 1685 aus. Das Land fiel an eine katholische Nebenlinie, wurde aber ebenso von Ludwig XIV. für seine Schwägerin Liselotte von der Pfalz beansprucht. Nach den schweren Verheerungen im Pfälzer Erbfolgekrieg, der das Heidelberger Schloss zur Ruine machte, und einer Phase des Wiederaufbaus verlegte Kurfürst Karl Philipp die Residenz nach Mannheim, wo 1720-60 eines der größten Barockschlösser Europas entstand. Nicht minder interessant ist die Stadt selbst, die mit ihrem kreissegmentförmigen Umriss und rechtwinkligen Straßenraster als Musterbeispiel einer barocken Planstadt gilt, was trotz schwerer Kriegsschäden und eines modernen Wiederaufbaus auch heute noch deutlich wird. Der kulturellen Hochblüte Mannheims unter Kurfürst Karl Theodor gedenken wir schließlich im Museum Schillerhaus, denn des Dichters „Räuber“ wurden 1782 am Mannheimer Nationaltheater uraufgeführt.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Di 18.6.
Bahnfahrt Hamburg – Mannheim; Hotelbezug (zentrales 3-Sterne-Haus); Besuch der Ausstellung „Die Medici – Menschen, Macht und Leidenschaft“ in den Reiss-Engelhorn-Museen; Stadtrundgang.
Mi 19.6.
S-Bahnfahrt nach Heidelberg: Schloss und Hortus Palatinus, Heiliggeistkirche, Kurpfälzisches Museum.
Do 20.6.
Mannheim: Schloss, Jesuitenkirche, Schillerhaus; Rückfahrt Mannheim – Hamburg.
kunstforum matthäus