Dürer und Géricault. Ausstellungsfahrt nach Frankfurt
Dauer: 3 Tage, mit Bahn
Leitung: Dr. Andreas Cante
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 476,-€
EZ-Zuschlag 44,-€
(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)
Albrecht Dürer ist ein Künstler, der immer neue Fragen aufwirft. Ausstellungen seiner Kunst lohnen schon deshalb, weil seine raren Gemälde über die großen Museen der Welt verstreut sind und seine lichtempfindlichen Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken normalerweise in Magazinen ruhen. Nach dem „frühen Dürer“ (2012 in Nürnberg) verheißt uns das für seine legendären Ausstellungen berühmte Städel in Frankfurt nun den „vollständigen“: Etwa 180 Werke, darunter zahlreiche internationale Leihgaben, werden das Schaffen des Ausnahmekünstlers in seiner ganzen Breite vor Augen führen und mit Werken seiner Vorbilder Martin Schongauer und Giovanni Bellini sowie von Nachfolgern wie Hans Baldung Grien und Lucas van Leyden konfrontieren. Einen Höhepunkt bildet die Wiedervereinigung der von Dürer und Grünewald geschaffenen, sonst in zwei Frankfurter Museen und der Kunsthalle Karlsruhe befindlichen Tafeln des Heller-Altars. Anschauen werden wir natürlich auch die ständige Sammlung des Städel, u.a. die 2012 eröffnete unterirdische Halle für Gegenwartskunst. Auf Spaziergängen durch die Frankfurter Innenstadt suchen wir zwischen Glasfassaden und rekonstruierten Fachwerkhäusern nach authentischen Denkmälern des Mittelalters und der Dürerzeit – denn Frankfurt mit seiner Pfalz (Saalhof; heute Teil des Historischen Museums) war als Ort der deutschen Königswahlen wie auch als Messeplatz schon damals ein Brennpunkt. Unter den älteren Kunstwerken der Stadt berühren vor allem die Wandmalereien von Dürers tragischem Zeitgenossen Jerg Ratgeb im Karmeliterkloster. Die Modernität Dürers, die nicht zuletzt in seiner selbstbewusst-selbstquälerischen Erforschung der Welt und des eigenen Ich wie auch in seinem Interesse an bis dahin bildunwürdigen Gegenständen besteht, wird durch ein weiteres Frankfurter Ausstellungshighlight vollends deutlich: Erstmals in Deutschland zeigt die Schirn das Werk des großen französischen Malers Théodore Géricault (1791-1824), der Dürers Wirklichkeitsdrang mit dramatischem Geist verband. Um Fragen der eigenen Identität geht es auch in der Arbeit der Gegenwartskünstlerin Roni Horn.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Di 14.1.
Bahnfahrt Hamburg – Frankfurt; Hotelbezug (zentrales 3-Sterne-Haus); Historisches Museum; Dom; Karmeliterkloster (mit Wandmalereien von Jerg Ratgeb).
Mi 15.1.
Städel (Ausstellung „Albrecht Dürer. Seine Kunst im Kontext ihrer Zeit“ und Auswahl aus der ständigen Sammlung); anschließend individuelles Programm (Empfehlung: Ausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ im Liebieghaus).
Do 16.1.
Schirn (Ausstellungen „Géricault. Bilder auf Leben und Tod“ und „Roni Horn“); Rückfahrt nach Hamburg.
kunstforum matthäus