Studienfahrt

Al Andalus - die Wunderwelt Südspaniens

08.03.2014 bis 17.03.2014

Dauer: 10 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Jochen Schröder

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 1.954,-€

EZ-Zuschlag 245,-€

(inkl. Eintritte)

Das wunderbare Andalusien: Noch immer liegt ein Hauch der großen maurischen Zeit über dem Land, das mit der Mezquita, der großen Moschee von Córdoba, einen Bau überliefert hat, der die ganze Pracht einer ornamentbetonten Architektur ausstrahlt. Die Giralda in Sevilla, die Bäder in Jaén und das unglaubliche Grabungsgelände von Madīnat az-zahrā’ sind weitere Glanzpunkte der Umayyaden- und Almohadenzeit, an denen sich noch ablesen lässt, wie folgenreich die nun weitgehend vernichtete maurische Kultur im frühen Mittelalter war. Die Leistungen der Wissenschaft und Dichtung haben auch die lateinische Welt beeindruckt, und die medizinischen Erfolge der Ungläubigen haben auch die intolerantesten Christen bestaunt.

Einsamer Höhepunkt der späten maurischen Kultur in Spanien ist die Alhambra in Granada, das erst 1492 als letztes maurisches Emirat an die „katholischen Könige“ gefallen ist. Die Tränen des letzten Nasridenherrschers Boabdil auf seinem Weg ins Exil gelten als Gründungsmythos einer spezifischen andalusischen Melancholie. Daneben wurde freilich auch bald das Gold aus der Neuen Welt nach Spanien gescheffelt, und Sevilla stieg als Landungshafen der Weltensegler zur Metropole auf: Hier, in der „Casa de Contratación“, saß die Verwaltungsbehörde für die amerikanischen Kolonien des Weltreichs. Die in dieser Zeit erneuerten oder neu errichteten Kathedralen Andalusiens sind im Flächenmaß die größten überhaupt, denn sie stehen auf dem Grund der weitflächigen zentralen Moscheen jeder Stadt.

Während aus der gotischen Zeit vor der muslimischen Eroberung (Tod Roderichs 711) nur wenig überliefert ist, kommt die römische Antike in den Grabungen von Italica, vor allem aber in den archäologischen Museen zu großer Anschaulichkeit. Die Renaissance entspringt hier weniger diesen Vorbildern als andernorts und ist mehr dem spätgotischen Stil verpflichtet, so dass man bis in die Barockzeit immer wieder die alte Ornamentik des 15. Jhs. antrifft.

Trotz der tiefen spanisch-katholischen Identitätsbildung in der frühen Neuzeit kann Al-Andalus die exotischen und wilden Einflüsse nie ganz verbergen – eine Kulturlandschaft, die schon in der Antike als Land der ungezügelten Jagdleidenschaft gegolten hat und als Zentrum des Stierkampfkultes Machos wie Hemingway anzog. Vielfältige Erlebnisse erwarten uns!
 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Sa 8.3.
Flug Hamburg – Málaga (über Palma de Mallorca), Weiterfahrt durch das Tal des Guadalhoros nach Ronda; (1 Nacht in zentralem 3-Sterne-Haus).

So 9.3.
Besichtigung der Altstadt von Ronda; Weiterfahrt über Antequera und Archidona nach Granada (3 Nächte in zentralem 4-Sterne-Haus).

Mo 10.3.
Stadtbesichtigung Granada mit Alhambra, Generalife und Kathedrale mit Capilla Real.

Di 11.3.
Ausflug zum Alcázar Génil, weitere Stadtbesichtigung mit Kartäuserkloster, San Jerónimo und muslimischer Karawanserei.

Mi 12.3.
Weiterfahrt über Iznalloz und Jaén (Stadtbesichtigung mit Kathedrale und maurischen Bädern) nach Córdoba (2 Nächte in 3-Sterne-Haus unmittelbar an der Mezquita!).

Do 13.3.
Stadtbesichtigung Córdoba mit Mezquita, archäologischem Museum und Synagoge; nachmittags individuelles Programm.

Fr 14.3.
Weiterfahrt über Madīnat az-zahrā’ und Italica (Ausgrabungen) nach Sevilla (3 Nächte in zentralem 3-Sterne-Haus Nähe Casa de Pilatos).

Sa 15.3.
Stadtbesichtigung mit Alcázar, archäologischem Museum (Schatz von Tartessos!); Kathedrale und antikem Aquädukt.

So 16.3.
Stadtbesichtigung mit Casa de Pilatos, dem Hospital de la Caridad und der Torre del Oro am Ufer des Guadalquivir.

Mo 17.3.
Programm je nach Flugzeiten; Rückflug Sevilla – Hamburg (über Palma de Mallorca).

Sevilla
Sevilla