Niederlausitz - Spreewald. Kultur zwischen Landschaftsgarten und Tagebau
Dauer: 6 Tage, mit Bus
Leitung: Dr. Andreas Cante
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 894,-€
EZ-Zuschlag 105,-€
(inkl. Eintritte und Kahnfahrt)
Im Reigen unserer Sommerfahrten in Teilregionen Brandenburgs geht es 2014 in die vielgestaltige Niederlausitz. In Spätmittelalter und früher Neuzeit war diese alte Markgrafschaft eine Adelsrepublik weitgehend autonomer Standesherren mit dem böhmischen König, später dem Kurfürst von Sachsen als weit entfernt residierendem Oberherrn. Prägende Bauten sind denn auch adlige Schlösser, ferner die stattlichen Backstein-Hallenkirchen der wenigen größeren Städte. Sonderrechte genoss das katholisch gebliebene Kloster Neuzelle, dessen aufwändig barockisierte Kirche in der protestantischen Umgebung wie aus einer anderen Welt erscheint. Der Wiener Kongress sprach die Niederlausitz und weitere Teile Sachsens dem König von Preußen zu. 2014 sind die spannungsvollen preußisch-sächsischen Beziehungen Gegenstand einer großen Sonderausstellung im frisch restaurierten Renaissanceschloss Doberlug. Eine Reise wert ist die Niederlausitz nicht zuletzt wegen ihrer atemberaubenden Landschaften: Der von Flussarmen und Kanälen durchzogene Spreewald mit seinen Gemüsekulturen und Blockhäusern erscheint uns als wahre Idylle – und ist der Natur doch in harter Arbeit abgerungen. Wie Mondlandschaften wirken die Tagebauwüsten mit ihren gigantischen Förderbrücken. Herausragende Denkmale vom Eisenhüttenwerk Peitz bis zur einstigen Stalinstadt (Eisenhüttenstadt), dem Musterbeispiel sozialistischen Städtebaus, erinnern an eine lange Bergbau- und Industriegeschichte. Zu den Meisterwerken der Gartenkunst gehört der Park des Fürsten Pückler in Branitz, dessen Schloss mit Gemälden von Carl Blechen glänzt.
HIERZU VORTRAG AM 28.10./2.12./16.12.2014
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Di 5.8.
Busfahrt von Hamburg über Luckau (Altstadt mit Nikolaikirche), Fürstlich Drehna (Schloss mit Park) und Raddusch (Slawenburg) nach Cottbus; Hotelbezug (zentrales 4-Sterne-Haus).
Mi 6.8.
Fahrt Richtung Oder: Peitz (Eisenhüttenwerk), Schlaubetal, Eisenhüttenstadt, Neuzelle (Zisterzienserkloster, Abtsgarten, Pfarrkirche).
Do 7.8.
Tagebaulandschaft: Senftenberg (Festung), Brieske (Gartenstadt „Grube Marga“), Lauchhammer (Kunstgussmuseum), Lichterfeld (Besucherbergwerk).
Fr 8.8.
Spreewald: Lübbenau (Stadtrundgang), Lehde (Freilandmuseum), Lübben (Schloss, Paul-Gerhardt-Kirche), Straupitz (Schinkel-Kirche), Burg (Kahnfahrt).
Sa 9.8.
Cottbus: Altstadt mit Altmarkt und Oberkirche; Kunstmuseum Dieselkraftwerk; Schloss und Park Branitz; Stadttheater.
So 10.8.
Rückfahrt über Doberlug-Kirchhain (Schloss mit Ausstellung „Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft“, Zisterzienserkirche) nach Hamburg.
kunstforum matthäus