Hannover. Auf den Spuren der Welfen
Dauer: 3 Tage, mit Bus
Leitung: Dr. Andreas Cante
Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 437,-€
EZ-Zuschlag 46,-€
(inkl. Eintritte und ÖPNV-Fahrten)
Vor 300 Jahren wurde Kurfürst Georg Ludwig von Hannover als George I König von Großbritannien – Auftakt zu einer bis 1837 dauernden Personalunion. Zunächst prallten zwei Welten aufeinander: Ein norddeutscher Fürst, der lieber französisch als englisch korrespondierte, durchdrungen von der Idee des Gottesgnadentums und gewohnt, persönlich das Zepter zu führen, traf auf ein politisches System, in dem sich das Parlament als bestimmende Kraft etabliert hatte. Unter Georgs Nachfolgern sollte sich England weiter radikal verändern. Durch industrielle Revolution, Bevölkerungswachstum und maritime Expansion wurde das Königreich zur Weltmacht. Im kontinentalen Hannover war davon wenig zu spüren. Politisch indes gerieten die Stammlande der Dynastie in englisches Fahrwasser. Der spannenden Geschichte dieses Zeitalters widmet sich 2014 ein Ausstellungsreigen in Celle, Herrenhausen und Hannover. Höfische Porträts und Staatskarossen werden ebenso aufgeboten wie englische Karikaturen, die ein sarkastisches Gegenbild zeichnen. Ergänzend zu den großen Ausstellungen durchstreifen wir auch die Stadt Hannover, die um 1700 zu den glänzendsten Residenzen des Reiches gehört hatte, was der Große Garten in Herrenhausen bis heute bezeugt. Nach 1714 war ihr eine Entwicklung, die sich mit Dresden, München, Berlin oder Wien vergleichen ließe, zunächst versagt. Dies änderte sich, als das Kurfürstentum 1814 zum Königreich erhoben wurde und die Personalunion 1837 wegen unterschiedlichen dynastischen Erbrechts ein Ende fand. Mit den spätklassizistischen Bauten eines Georg Ludwig Friedrich Laves gewann Hannover nun doch noch das Ansehen einer respektablen Hauptstadt. Und mit der nahe gelegenen Marienburg ließ der tragische König Georg V. seiner Gattin Marie sogar ein „welfisches Neuschwanstein“ errichten – kaum vollendet, als Preußen sein Land annektierte.
HIERZU AUGENREISE AM 25.4.
PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)
Fr 19.9.
Busfahrt nach Celle: Schloss mit Ausstellung „Wege zur Macht: Ein Spielfeld“; Stadtkirche mit Welfengrablege; Weiterfahrt nach Hannover: Großer Garten und Schloss Herrenhausen, Hotelbezug (zentrales 4-Sterne-Haus).
Sa 20.9.
Ausstellung „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714-1837“ im Niedersächsischen Landesmuseum; Spaziergang in die Altstadt; Ausstellung „Eine Kutsche und zwei Königreiche. Hannover und Großbritannien 1814-1837“ im Historischen Museum; Stadtspaziergang auf den Spuren der Welfen.
So 21.9.
Fahrt zur Marienburg bei Nordstemmen; Hannover: Georgengarten; Ausstellung „Das Haus Hannover und die Zeit der Personalunion im Spiegel der englischen Karikatur“ im Wallmodenpalais; Rückfahrt nach Hamburg.
kunstforum matthäus