Studienfahrt

Georgien

08.09.2015 bis 18.09.2015

Dauer: 11 Tage, mit Flugzeug/Bus

Leitung: Dr. Jochen Schröder

Preis p.P. im DZ (Ü/HP) 2.235,-€

EZ-Zuschlag 290,-€

(inkl. Eintritte)

Das Bergland südlich am Kaukasus hat eine lange und reiche Geschichte: In der Antike das Land der Kolcher, woher in heroischer Vorzeit Jason und die Argonauten das Goldene Vlies entführten, eine der frühesten Gegenden, in denen Kupfer und Zinn zu Bronze geschmolzen wurden und damit Wurzelland der Bronzezeit; landeinwärts das der Iberer am Oberlauf des Kura, der noch heute die Schlagader Georgiens ist. Diesen Namen brachte die Christianisierung, die im Gefolge Armeniens schon im frühen 4.Jh. aus dem Ibererland einen christlichen Staat werden ließ – unter Mirian III., der damit sein Reich von den mächtigen sassanidischen Nachbarn erfolgreich distanzierte. Wie in Armenien ging damit die Entwicklung eines eigenen Alphabets einher, und wie das Nachbarland besitzt Georgien eine reiche Überlieferung besonders früher Kirchenbaukunst, die im 7. und 8. Jh. nur in den kaukasischen Reichen derart hoch entwickelt ist. Dass die Georgier aus Ärger über die armenischen Nachbarn im Jahr 608 doch noch den Konzilien der Orthodoxie beitraten, änderte nichts am selbständigen, typisch transkaukasischen Gepräge von Baukunst und Buchmalerei. Die Ausschmückung der Kirchen mit Fresken und Bauplastik wurde jedoch im Hochmittelalter viel reicher als im bilderfeindlicheren Armenien ausgeführt. So entstand eine vielfältige, zwischen den traumhaft schönen Bergen immer wieder aufs Neue überraschende Kirchenlandschaft mit Zentrum im Kuratal, die noch heute die Provinzen Georgiens prägt, von denen einige, wie etwa Kachetien, charakteristische Sonderwege einschlugen. Die Kathedralen von Tiflis, Kutaissi und Mzcheta, die Klosteranlagen von Gelati und Nekressi oder die seltsame Zweikuppelkirche von Gurdschaani (eine typisch kachetische Schnapsidee) werden uns begeistern!

Bei den einzelnen Tagesprogrammen soll genügend Zeit sein, die herrliche Natur zu bestaunen und auch hier und da mit Georgiern und Georgierinnen zu plaudern, soweit wir (und sie) das wollen und vermögen, z.B. wird auch mancher Mittagstisch in familiärem Rahmen organisiert. So wollen wir nach der gelungenen Armenienfahrt nun ein weiteres Land im Transkaukasus miteinander kennenlernen!

HIERZU VORTRAG AM 1.9./29.9./10.11.

 

PROGRAMM (Änderungen und Umstellungen vorbehalten!)

Di 8.9.
Flug Hamburg – Batumi (via Istanbul); Hotelbezug (1 Nacht in 3-Sterne-Haus ###); je nach Flugzeiten Besuch des Botanischen Gartens in Batumi und der Uferpromenade am Schwarzen Meer.

Mi 9.9.
Besuch der Festung Gonio (Matthäusgrab); Weiterfahrt über den Palast von Dadiani in die Provinz Swanetien; Hotelbezug in Mestia (2 Nächte in zentralem 4-Sterne-Haus).

Do 10.9.
Tagesausflug zum Dorf Uschguli (2.400 Höhenmeter) mit Zeit für die Berglandschaft am Schchara; das genaue Programm richtet sich nach der Wetterlage.

Fr 11.9.
Weiterfahrt über Nikorzminda (Kathedrale!) nach Kutaissi; Hotelbezug (3 Nächte in 3-Sterne-Haus in oder bei Kutaissi).

Sa 12.9.
Tagesausflug im Qwirilatal nach Gelati und Tschiatura.

So 13.9.
Tagesausflug nach Safara und Khertvisi im Süden; Weiterfahrt nach Bordschomi; Hotelbezug (1 Nacht in ###).

Mo 14.9.
Weiterfahrt im Kuratal über Zromi, Uplisziche, Ateni und Mzcheta nach Tbilissi (Tiflis); Hotelbezug (4 Nächte in zentralem 3-Sterne-Haus).

Di 15.9.
Halbtagesausflug nach Kachetien (Kloster Gurdschaani); Nachmittag in Tbilissi.

Mi 16.9.
Tagesausflug nach Schuamta und Ninozminda.

Do 17.9.
Tagesausflug zur Halbwüstenlandschaft um das Kloster Dawit Garedscha.

Fr 18.9.
Programm in Tbilissi je nach Flugzeiten; Rückflug nach Hamburg (via Istanbul).