Tagesfahrt

Witwen - "Hexen" - Konkubinen. Drei norddeutsche Schlösser

18.08.2015

Beginn: 8 Uhr ab Matthäuskirche, 8.20 Uhr ab Hauptbahnhof/Kirchenallee

Leitung: Dr. Andreas Cante

Teilnahmepreis: 55,- €

Die Tagesfahrt durch das nördliche Niedersachsen führt uns zu drei Schlössern, in denen sich Frauenschicksale der Frühen Neuzeit spiegeln. Dicht vor den Toren Harburgs, in Winsen an der Luhe, besaßen die Welfen seit altersher eine Wasserburg. Ende des 16. Jhs. für Dorothea von Dänemark, Witwe Herzog Wilhelms d.J. von Braunschweig-Lüneburg, als (etwas vereinfacht erhaltener) Backstein- und Fachwerkbau weitgehend neu errichtet, war das Schloss im 17. Jh. Schauplatz düsterer Hexenprozesse. In Thedinghausen, unweit der Weser zwischen Verden und Bremen, erstrahlt seit 2014 das „Erbhof“ genannte Schlösschen in neuem Glanz. Erbaut als Wohnsitz der Gertrud v. Hermeling-Heimbruch, Konkubine eines evangelischen Bremer Erzbischofs, geriet der Bau zu einem Schmuckstück der späten Weserrenaissance. Und schließlich Agathenburg: Hamburgern bekannt durch Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, ist das Schloss auch als historisches Monument von Interesse. 1655 schuf sich Hans Christoph v. Königsmarck, schwedischer Gouverneur in den Herzogtümern Bremen und Verden, unweit von Stade diesen stattlichen Landsitz. Aurora v. Königsmarck, die spätere Favoritin Augusts des Starken, verlebte hat hier ihre Kinderjahre.